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SUMMARY:AGRIPPINA - Integratives Theaterprojekt mit Schülern und syrischen
  Flüchtlingen
DESCRIPTION:Beginn: 19 Uhr\nEinlass: 18 Uhr\n\nDas Theaterprojekt will als 
 Leuchtturmprojekt breite Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für die Be
 lange der Flüchtlinge und deren Integration in unsere Gesellschaft erziel
 en. Mit Hansgünther Heyme konnte ein namhafter und erfahrener Regisseur g
 ewonnen werden\, der insbesondere in der Arbeit mit Laien und gesellschaft
 lichen Randgruppen sehr erfolgreich ist.\n\nDas Theaterstück\n\nDargebote
 n wird Agrippina\, ein Trauerspiel aus der Barockzeit von Daniel Casper vo
 n Lohenstein\, in einer Neufassung und Inszenierung von Hansgünther Heyme
 \, der die künstlerische Leitung des Projekts übernimmt. Die Projektkonz
 eption und -verantwortung\, Auswahl der Projektpartner\, Fundraising sowie
  Kommunikation übernimmt Lydia Thorn Wickert.\n\nAgrippina\nDas Trauerspi
 el Agrippina (Erstdruck Breslau 1665) des Daniel Casper von Lohenstein beh
 andelt einen Stoff aus der Verfallsepoche der römischen Geschichte des er
 sten Jahrhunderts nach der Zeitenwende\, die geprägt ist von Sittenverfal
 l und Willkürherrschaft. Hauptfiguren sind u.a. die Kaisertochter und Kai
 sermutter Agrippina\, Tochter des Kaisers Germanicus\, kurzzeitig Gattin d
 es Kaisers Claudius\, und ihr Sohn Nero. Das Trauerspiel gehört in die Ep
 oche der sogenannten Zweiten Schlesischen Dichterschule\; es wurde in erst
 er Linie für Breslauer Schulen verfasst und sollte als moralisches Spiege
 lbild und Plädoyer für eine „vernunftgeleitete\, dem Gemeinwohl verpfl
 ichtete Herrschaft“ dienen.\n\nDer Autor\n\nDaniel Casper von Lohenstein
 \n1635 – 1683\, Jurist\, Diplomat\, Übersetzer\, Dichter des schlesisch
 en Barock und einer der Hauptvertreter der Zweiten Schlesischen Dichtersch
 ule.\nVon Lohenstein verfasste über ein Dutzend Dramen\, einen 3100-Seite
 n-umfassenden Arminius-Roman und Gedichte\; er war bis Mitte des 18. Jh. e
 in viel gelesener Autor. Moses Mendelssohn zählte zu seinen Bewunderern. 
 Danach brach die Wirkung ab. Charakteristisch für seinen Stil sind ein ü
 bermäßiger Gebrauch von Metaphern und das „Prunken“ mit umfassender 
 polyhistorischer Gelehrsamkeit. Anfang des 20. Jahrhunderts\, dann seit de
 n siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts\, gab es kurzzeitig wieder Int
 eresse an seinen Dramen\, die im Jahre 2002 in Recklinghausen sowie 2014 a
 m Staatstheater in Mainz aufgeführt wurden.\n\nDer Regisseur\n\nHansgünt
 her Heyme\nSeine Karriere als Regisseur und Schauspieler begann Hansgünth
 er Heyme am Nationaltheater Mannheim als Assistent des Regisseurs Erwin Pi
 scator und am Heidelberger Theater (1957 – 1963). Nach Stationen als lei
 tender Regisseur am Staatstheater Wiesbaden und Schauspieldirektor an den 
 Bühnen der Stadt Köln – hier schuf er wegweisende Inszenierungen von S
 ophokles‘ Ödipus und Ödipus auf Kolonos (1968)\, Schillers Wallenstein
  (1969) und Friedrich Hebbels Maria Magdalena (1972) – führte ihn seine
  Arbeit 1979 an das Württembergische Staatstheater Stuttgart. Zwischen 19
 85 und 1992 war er künstlerischer Direktor am Schauspiel Essen. Nach eine
 r kurzen Station als Generalintendant in Bremen leitete Heyme von 1990 bis
  2003 als künstlerischer Direktor die Ruhrfestspiele Recklinghausen\, die
  er erfolgreich in ein führendes Europäisches Festival umgestaltete.\nVo
 n 2004 bis 2014 war Hansgünther Heyme Intendant am Theater im Pfalzbau in
  Ludwigshafen\, wo er u.a. Schauspiele von Sophokles\, Euripides\, Laura F
 orti und die deutschsprachige Erstaufführung von Mohamed Kacimis Stück H
 eiliges Land inszenierte. In den letzten Jahren trat er auch als Regisseur
  von Musiktheater hervor. Richard Wagners Ring des Nibelungen setzte er in
  einem einzigartigen Kooperationsprojekt mit der Oper Halle und der Deutsc
 hen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz in Szene. 2013 folgte die Neuinszen
 ierung von Albert Lortzings Freiheitsoper Regina am Pfalztheater Kaisersla
 utern. Neben der Aufführung des Jahrtausende alten Gilgamesch-Epos (Urauf
 führung in Ludwigshafen 2014) mit Laiendarstellern der Region\, bei der e
 r Regie und Ausstattung übernahm\, hat Heyme zahlreiche andere Theaterst
 ücke mit Laien erarbeitet und an ungewöhnlichen Orten aufgeführt in der
  Überzeugung\, dass sich unsere menschlichen Kräfte durch die Kunst stei
 gern lassen. Heyme versteht seine Theaterarbeit als kulturelle Bildungsarb
 eit und zugleich als wirksame Sozialarbeit durch Kunst.\n\nAusstattung –
  Bühnenbild\nFür die Ausstattung wurde der ebenfalls sehr erfahrene Büh
 nenbildner und Künstler Gerd Friedrich gewonnen.\nDurchführung und Zeitp
 lan\nRollen:\nInsgesamt 14 Rollen\, besetzt mit jungen Syrern und Schüler
 innen und Schülern des Gymnasiums Weierhof bei Kirchheimbolanden. Darübe
 r hinaus übernehmen einige weitere Syrer einen musikalischen Beitrag.\n\n
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